Wo Innovation neue Horizonte eröffnet

Aerospace in NRW

High-Tech für Luft- und Raumfahrt von morgen

Die Luft- und Raumfahrtindustrie zählt zu den technologisch anspruchsvollsten Industriezweigen: Sie umfasst die Entwicklung, Produktion und Integration hochkomplexer Technologien und Systeme für die Luft- und Raumfahrt. 

Die Bedeutung der Branche wächst kontinuierlich: Aerospace leistet einen zentralen Beitrag zur technologischen Souveränität Europas und fungiert als Innovationstreiber für Schlüsseltechnologien. Dazu zählen unter anderem Künstliche Intelligenz, moderne Raumfahrtsysteme, Satellitentechnologien sowie digitale und materialtechnologische Innovationen. Entwicklungen in diesen Bereichen strahlen weit über die Branche hinaus und finden Anwendung in zahlreichen weiteren Industriezweigen.

NRW gehört zu den innovativsten Standorten der Luftfahrt- und Raumfahrtindustrie in Europa. Eine starke industrielle Basis im Maschinenbau und in der Metallverarbeitung bildet das Fundament für die Entwicklung und Fertigung anspruchsvoller Komponenten und Systeme. Gleichzeitig bietet der Standort eine dichte und leistungsfähige Forschungslandschaft, insbesondere in Bereichen wie Aerodynamik und Leichtbau. 

Insbesondere die enge Vernetzung von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weiteren Akteuren in NRW stärkt die Innovationskraft und beschleunigt die Entwicklung neuer Technologien in verschiedenen Anwendungsbereichen. Getrieben wird diese Dynamik durch die steigende Nachfrage nach High-Tech-Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. So wird der Industriezweig der Luft- und Raumfahrt in NRW stetig ausgebaut. 

Aero in NRW

Mit über 400 Unternehmen verfügt NRW über eine breit aufgestellte und leistungsfähige Industrielandschaft im Luftfahrt-Bereich, die die gesamte Wertschöpfungskette abdeckt. Das Spektrum reicht von hochspezialisierten Zulieferern für Komponenten und Materialien bis hin zu Herstellern leistungsfähiger Flugzeugsysteme. Diese Vielfalt ermöglicht enge Kooperationen und schafft ideale Voraussetzungen für Innovationen und effiziente Produktionsprozesse.

NRW zählt zu den wichtigsten Standorten der Luftfahrtindustrie in Europa. Zahlreiche international tätige Technologieunternehmen treiben von NRW aus zentrale Zukunftsthemen wie Leichtbau, moderne Triebwerkstechnologien und nachhaltige Luftfahrtlösungen voran und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der globalen Luftfahrt.


Weltweit steckt in nahezu jedem Flugzeug ein Teil von Unternehmen aus NRW. Dank unserer starken Luftfahrt-Zulieferindustrie und der starken Wissenschaft in Verbindung mit unseren ausgewiesenen Kompetenzen in den Bereichen High-Tech und Materialien liefert Nordrhein‑Westfalen wichtige Impulse für die Transformation der Luftfahrt.

Harald Cremer

Netzwerkmanager Aerospace.NRW

Wo Zukunft fliegt: Die Luftfahrt-Branche in NRW

Die Unternehmenslandschaft im Bereich Luftfahrt ist in NRW vielseitig aufgestellt. Von global agierenden Konzernen bis hin zu hochspezialisierten Mittelständlern decken sie ein breites Spektrum an Kompetenzen ab.

Tital

DEMGY EIS

Otto Fuchs

Safran Data Systems Germany

Space in NRW

NRW hat sich als bedeutender Standort der Raumfahrtindustrie in Europa etabliert. Mehr als 130 Unternehmen und Forschungsinstitute bilden ein dynamisch wachsendes Ökosystem mit klaren technologischen Schwerpunkten in den Bereichen Satellitenkommunikation, Navigation und Erdbeobachtung. 

Unternehmen und Institutionen aus NRW sind zudem fest in nationale und europäische Raumfahrtstrategien eingebunden. Sie leisten wesentliche technologische Beiträge zu Programmen der Europäischen Union und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), wie etwa ‚Copernicus‘ zur Erdbeobachtung und Umweltmonitoring oder ‚Galileo‘, ein eigenes europäisches Navigationssystem als Alternative unter anderem zu GPS. 


Nordrhein‑Westfalen hat sich als bedeutendes Luft- und Raumfahrtzentrum in Deutschland etabliert.

Dr. Josef Aschbacher

ESA-Generaldirektor

High-Tech ‚made in Europe‘ im Weltall

Zahlreiche Leuchtturmprojekte im Bereich der Forschung für die Raumfahrt zeigen die Innovationskraft und technologische Leistungsfähigkeit von NRW auf. In enger Zusammenarbeit von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Akteuren entstehen hier wegweisende Lösungen in der Satellitenkommunikation, Materialforschung oder Raumfahrtmedizin. 

Resilient und nachhaltig: Neue Werkstoffe für den Weltraum

Das Institut für „Frontier Materials auf der Erde und im Weltraum“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln entwickelt Materiallösungen und Herstellungsprozesse für High-Tech-Anwendungen in Luft- und Raumfahrt. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von anpassungsfähigen, ressourcenschonenden und gegenüber extremen Umgebungsbedingungen resilienten Werkstoffen. Diese werden mithilfe von prädiktiven Simulationen, KI-basierten Methoden und robotergestützte Analytik sowohl für den Einsatz im Weltall als auch für die Nutzung auf der Erde entwickelt. Beispiele für den Einsatz sind unter anderem das Copernicus-Erdbeobachtungsprogramm sowie Trägerraketen wie Ariane 6, in denen Werkstoffe unter extremen Bedingungen zuverlässig funktionieren müssen.

Nachfolgerin der ISS im New Space-Zeitalter

Die Starlab Space GmbH, europäische Tochter des Joint Ventures Starlab Space LLC von Airbus und dem US-Konzern Voyager Technologies, arbeitet von Köln aus an der Entwicklung einer kommerziell betriebenen Forschungs- und Industrieplattform im Orbit mit. Sie soll als Nachfolgerin der Internationalen Raumstation (ISS) dienen, die bis Ende des Jahrzehnts schrittweise außer Betrieb genommen wird. Damit reiht sich Starlab Space in das neue „New Space“-Zeitalter ein, das durch die Kommerzialisierung und Beteiligung privater Unternehmen geprägt ist. Die modulare Raumstation ist darauf ausgelegt, wissenschaftliche und industrielle Experimente unter Mikrogravitation zu ermöglichen – insbesondere in den Bereichen Biowissenschaften, Materialforschung, Pharmazie und Biotechnologie. Das Projekt ist ein Meilenstein für die Forschung in der Raumfahrt, denn die Plattform soll Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Raumfahrtagenturen weltweit Zugang zu einer dauerhaften Infrastruktur im All bieten. 

Europas Netz im All: Satellitenkommunikation der Zukunft

Der GOVSATCOM Hub der EU-Kommission in Köln ist Teil des EU-Programms IRIS2 und unterstützt den Aufbau einer sicheren und resilienten Satellitenkommunikation in der EU. Er bezeichnet eine zentrale Vernetzungsstelle, über die Behörden und staatliche Akteure satellitengestützte Kommunikationsdienste abrufen können. Beispiele hierfür sind der Katastrophenschutz oder der Grenzschutz. Zum GOVSATCOM Hub gehört auch der SPACEHUB Cologne, ein Innovations- und Vernetzungszentrum in Köln, das die Luft- und Raumfahrtaktivitäten in NRW bündelt. Er dient als Plattform, um Unternehmen, Startups, Forschungseinrichtungen und Raumfahrtakteure zusammenzubringen und Kooperationen in der Satelliten- und Raumfahrtindustrie in NRW zu fördern.

Mondhalle für Astronautentraining

Das europäische Zentrum für Mond-Simulation und Astronautentraining – LUNA Analog Facility – in Köln gehört zu den wichtigsten Raumfahrtprojekten in NRW. Kern des Zentrums ist eine 700 mgroße „Mondhalle“, in der die Bedingungen auf der Mondoberfläche realistisch simuliert werden. Dort können Astronautinnen und Astronauten beispielsweise für zukünftige Mondmissionen, insbesondere im Rahmen des Artemis-Programms, Roboter und Technologien testen. 

Medizin im Weltraum

Das Raumfahrtmedizin-Zentrum envihab erforscht, wie sich Umweltbedingungen auf den Menschen auswirken und welche Gegenmaßnahmen ergriffen werden können. Das Zentrum ist eine medizinische Forschungseinrichtung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln und gilt weltweit als einzigartig. Die Forschung umfasst die Unterstützung von ISS-Missionen, umfassende Bettruhestudien zur Simulation von Schwerelosigkeit sowie die Entwicklung von Gegenmaßnahmen für die Raumfahrt- und irdische Medizin.

Innovative Startups in Aero und Space

Startups aus der Luft- und Raumfahrtindustrie in NRW unterstützen die Branche mit ihren technologischen Innovationen. Sie erschließen neue Anwendungsfelder und treiben zentrale Zukunftsthemen voran. So entwickelt das Robotik-Startup Auxsys Ganzkörper-Exoskelette, die unter anderem in der Raumfahrt eingesetzt werden können. Unternehmen wie Draxon und Sentin arbeiten an KI-gestützten Softwarelösungen für die Luftfahrtindustrie, beispielsweise für die vorausschauende Wartung von Flugzeugen, die Optimierung von Flugrouten oder zur digitalen Abbildung kompletter Flugzeugsysteme in sogenannten „Digital Twins“. Das Unternehmen Siren Aerospace wiederum entwickelt neue Konzepte für die Luftmobilität, darunter Ideen für elektrische Flugtaxis für urbane Räume oder autonome Luftfahrzeuge für Logistik- und Rettungseinsätze.

NRW schafft durch gezielte Investitionen in ‚New Space‘ attraktive Rahmenbedingungen für junge Unternehmen. Ein zentraler Baustein dieser Förderung ist das Programm der ESA Business Incubation Centres. Es unterstützt Startups mit raumfahrtbezogenen Geschäftsideen bei der Entwicklung marktfähiger Produkte und Geschäftsmodelle – etwa im Bereich satellitengestützter Infrastruktur und moderner Raumfahrtsysteme. Darüber hinaus profitieren Startups von einem starken Netzwerk aus Innovations- und Gründerzentren sowie technologieorientierten Initiativen, unter anderem in Städten wie Aachen, Bochum und Bonn.

Innovative Hochschul- und Forschungslandschaft stärkt den Aerospace-Sektor

NRW bietet eine ausgezeichnete Forschungs- und Hochschullandschaft, die eine zentrale Grundlage für die Innovationskraft in der Luft- und Raumfahrtindustrie bildet. Unterschiedliche Forschungsschwerpunkte, wie zum Beispiel Robotik, Radar, Raumfahrt, Mikroelektronik oder Systemtechnik, spiegeln die thematische Breite und wissenschaftliche Exzellenz des Standorts wider. Hinzu kommt ein breites Studienangebot an Hochschulen und Fachhochschulen, das unter anderem die Bereiche Luft- und Raumfahrttechnik, Sicherheitstechnik, Maschinenbau und Schiffstechnik abdeckt.

Aero  

Space

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Bildnachweise

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