In Lippetal soll ein neues Rechenzentrum entstehen: Der US-Konzern Blackstone hat einen Kaufvertrag für ein über 27 Hektar großes Grundstück unterzeichnet. Dort will das Unternehmen mehrere Milliarden Euro investieren, um ein Hyperscale-Rechenzentrum zu errichten – eine der größten Investitionen dieser Art in Deutschland. Mit der Fertigstellung der Anlage wird in den frühen 2030er-Jahren gerechnet.
Das Rechenzentrum soll Raum, Leistung und Kühlung für verschiedene Anwendungsbereiche bieten, darunter Cloud Computing, KI und industrielle Prozesse. Lippetal bietet optimale Voraussetzungen für das Projekt: Umspannwerke in der Nähe sorgen für ein starkes und robustes Stromnetz und die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte ist insbesondere durch die Hochschule Hamm-Lippstadt gesichert. Hinzu kommen eine gute Glasfaseranbindung sowie eine dichte Verkehrsinfrastruktur mit dem nahe gelegenen Autobahnanschluss sowie dem Hamm-Datteln-Kanal.
Damit der Kaufvertrag in Kraft tritt, müssen jedoch noch weitere Bedingungen am Standort erfüllt werden. Die Planungen starten in naher Zukunft. Blackstone-Manager James Seppala ist zuversichtlich: „Wir glauben, dass Deutschland und insbesondere NRW attraktive Standorte für die Entwicklung von state-of-the-art Rechenzentren sind. Wir freuen uns, mit allen Interessengruppen im Verlauf des Genehmigungsverfahrens zusammenzuarbeiten.“