TRIMET Aluminium mit neuer Recyclinganlage in Hamm
In Hamm hat der Aluminiumhersteller und -verarbeiter TRIMET Aluminium eine neue Sortieranlage für Aluminiumschrott in Betrieb genommen. Mit der Anlage erweitert das Unternehmen seine Kapazitäten im Aluminiumrecycling und übernimmt künftig Arbeitsschritte, die bislang überwiegend externe Partner ausgeführt haben. Bis zu 40.000 Tonnen Altmetall kann die Anlage jährlich aufbereiten.

Herzstück des Standorts ist die Sortieranlage, die das Metall mithilfe von Lasererfassung analysiert und automatisch nach Materialzusammensetzung trennt. Das System kann bis zu 150 Teile pro Sekunde untersuchen und auch geringe Anteile verschiedener Legierungselemente erkennen. Anschließend werden die Materialien sortiert und für den Transport sowie das Einschmelzen verdichtet.
Durch die präzisere Sortierung kann TRIMET Recyclingrohstoffe gezielter für unterschiedliche Aluminiumlegierungen bereitstellen. Die Anlage trägt dazu bei, die Rohstoffversorgung für Aluminiumhütten, Gießereien und Recyclingwerke zu flexibilisieren. Zugleich können mehr recycelte Materialien eingesetzt und damit Primärrohstoffe reduziert werden.
„Ob die Transformation unserer Industrie gelingt, hängt auch davon ab, ob wir wertvolle Rohstoffe im Kreislauf halten. Aluminium ist dafür ideal: Es lässt sich immer wieder nutzen“, sagte NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur im Rahmen der Eröffnung. „Recycling macht uns unabhängiger, schont Ressourcen und stärkt den Industriestandort Nordrhein‑Westfalen. Das Werk in Hamm zeigt, was möglich ist: In gut einem Jahr von der Planung bis zum Betrieb. Das zeigt, wenn Wirtschaft, Stadt und Land an einem Strang ziehen, geht es schnell.“