Black Semiconductor investiert in eigene Chipfabrik
Premiere in Deutschland: Mit Black Semiconductor steigt ein Startup aus Aachen in die Produktion von Halbleitern ein. Mit dem Aufbau einer eigenen Fertigung geht das Unternehmen damit einen Schritt, den Konzerne in der Halbleiterbranche oft meiden. Seit Frühjahr 2026 entsteht die Chipfabrik FabOne im Aachener Gewerbegebiet Rothe Erde. In Zukunft soll hier die Serienproduktion von hocheffizienten Halbleitern für einen schnelleren Datenverkehr in Zukunftsbereichen wie Künstliche Intelligenz (KI) erfolgen.

Black Semiconductor ist 2020 aus dem Umfeld der RWTH Aachen entstanden. Die Gründer haben Halbleiter entwickelt, bei denen Graphen anstelle von Silizium zum Einsatz kommt. Die Technologie ermöglicht die Datenübertragung mithilfe von Licht statt Strom. Damit ist sie zehn Mal schneller als bei heute üblichen Bauelementen. Die Chips von Black Semiconductor könnten so unter anderem dabei helfen, Daten in Rechenzentren effizienter zu verarbeiten, und rechenintensive KI-Anwendungen unterstützen.
Erste Produktionsanlagen sollen ab Herbst installiert werden, Testläufe sind für Ende 2026 geplant. Black Semiconductor hat damit das Potenzial, eine internationale Vorreiterrolle in der graphenbasierten Halbleiterproduktion einzunehmen.