Hochschule Bochum treibt Robotik-Forschung im Bauwesen voran

Mit dem Großgerät CoBotCraftLab untersucht ein Forschungsteam der Hochschule Bochum die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern im Bauwesen. Die Forschung umfasst unter anderem Bewegungsabläufe, Sicherheitsaspekte sowie die Gestaltung von nachvollziehbaren und vorhersagbaren Prozessen bei Robotern. Dabei kooperieren die Fachbereiche Architektur, Mechatronik und Maschinenbau. 

© HSBOjmj

Kern der Forschungsanlage ist eine mobile Fertigungszelle, in der sechs kollaborative Roboter (Cobots) gemeinsam mit Menschen arbeiten. Wenn die Forschung Erfolge erzielt, könnten automatisierte Fertigungsprozesse angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels im Bauwesen neue Möglichkeiten eröffnen. Dabei sollen handwerkliche Techniken mit robotischer Präzision kombiniert werden, um schwere oder repetitive Aufgaben ohne trennende Schutzeinrichtungen an Roboter zu übertragen. 

Die Systeme sind für die direkte Interaktion ausgelegt und unterscheiden sich damit von klassischen Industrierobotern. Im Rahmen des Projekts werden unter anderem Wandbauteile im Maßstab 1:1 gefertigt. „Das automatisierte Bauen mit Robotern ist ein Feld, in dem noch viele grundlegende Fragen offen sind“, sagt Daniel Schilberg, Professor für Robotik und Mechatronik und Dekan des Fachbereichs Mechatronik und Maschinenbau. „Uns interessiert vor allem, wie ein kollaboratives System gestaltet sein muss, damit Menschen jederzeit verstehen, was der Roboter vorhat.“

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