Düsseldorf baut regionale Wasserstoffversorgung aus
Seit letztem Jahr steht am Düsseldorfer Höherweg die nach Angaben der Stadtwerke Düsseldorf leistungsstärkste Wasserstofftankstelle Europas. Bislang wurde sie mit Hilfe von Lkw-Trailern mit Wasserstoff beliefert, um unter anderem die Brennstoffzellenbusse der Rheinbahn zu versorgen. Mit der Inbetriebnahme ihres ersten Elektrolyseurs im Juli 2026 erzeugen die Stadtwerke Düsseldorf den Wasserstoff nun erstmals direkt am eigenen Standort. Eine Direktleitung transportiert diesen zur benachbarten öffentlichen Wasserstofftankstelle, die von H2 Mobility betrieben wird.

Der Strom für die Produktion stammt aus dem biogenen Anteil der Abfälle, die in der Müllverbrennungsanlage Düsseldorf-Flingern verwertet werden. Der Zwei-Megawatt-Elektrolyseur nutzt diese Energie, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. Damit entsteht eine nachhaltige regionale Wertschöpfungskette von der thermischen Verwertung städtischer Abfälle über die Strom- und Wasserstofferzeugung bis zur Bereitstellung an der Tankstelle.
Die Anlage ist auf große Fahrzeugmengen und unterschiedliche Fahrzeugtypen ausgelegt. Die Kapazität beträgt bis fünf Tonnen Wasserstoff pro Tag, womit rechnerisch mehr als 100 Busse betankt werden könnten. Damit ist sie zukunftsfähig konzipiert und deckt auch den Bedarf der Rheinbahn, die derzeit 20 Wasserstoffbusse einsetzt und die Flotte künftig deutlich ausbauen will.